Häufige Fragen
Welche Zahnspangen gibt es?
Man unterscheidet herausnehmbare Apparaturen wie Plattenspangen, Funktionsregler und Aligner von festsitzenden wie der Multibracket-Spange, der Lingualtechnik und der Gaumennahterweiterung. Dazu kommt der Retainer, der nach jeder Behandlung das Ergebnis hält.
Was ist der Unterschied zwischen loser und fester Zahnspange?
Eine lose Spange wirkt nur, solange sie getragen wird, und eignet sich vor allem zum Dehnen des Kiefers und für leichte Korrekturen im Wachstum. Eine feste Spange wirkt rund um die Uhr und kann einzelne Zähne dreidimensional präzise bewegen – sie ist bei komplexeren Fehlstellungen die Methode der Wahl.
Was ist eine Zahnspange hinter den Zähnen?
Das ist die Lingualtechnik, bekannt auch unter Markennamen wie Incognito. Die Brackets sitzen auf der Zahninnenseite und sind von außen nicht sichtbar. Die Apparatur wird individuell im Labor gefertigt, weshalb sie deutlich teurer ist als eine außen liegende Spange und keine Kassenleistung darstellt.
Zahlt die Krankenkasse eine Incognito-Zahnspange?
Nein. Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die medizinisch notwendige Standardversorgung. Die Lingualtechnik gilt als ästhetische Mehrleistung und wird auch bei Kindern und Jugendlichen mit Kassenindikation nur bis zur Höhe der Standardversorgung bezuschusst; die Differenz ist Eigenleistung.
Kann man als Erwachsener noch eine Zahnspange bekommen?
Ja, in jedem Alter, solange Zahnfleisch und Knochen gesund sind. Voraussetzung ist, dass eine Parodontitis vorher behandelt und stabil ist. Skelettale Fehlstellungen lassen sich nach Abschluss des Wachstums allerdings nur noch chirurgisch verändern.
Ab welchem Alter bekommt man eine Zahnspange?
Die erste Kontrolle wird meist um das achte bis neunte Lebensjahr empfohlen. Die eigentliche Behandlung beginnt häufig zwischen neun und dreizehn Jahren. Bestimmte Befunde wie ein Kreuzbiss oder ein schmaler Oberkiefer werden bewusst früher behandelt, weil sich das Wachstum dann noch nutzen lässt.
Was kostet eine Zahnspange?
Bei Kindern und Jugendlichen ab KIG-Stufe 3 übernimmt die Kasse die Standardbehandlung; 20 Prozent Eigenanteil werden nach erfolgreichem Abschluss zurückerstattet. Privat liegen Aligner meist bei 2.000 bis 6.000 Euro, feste Spangen bei 3.000 bis 6.000 Euro und die Lingualtechnik bei 6.000 bis 10.000 Euro.
Wandern die Zähne nach der Zahnspange wieder zurück?
Ohne Retainer ja, in vielen Fällen. Der Knochen braucht Zeit, um sich in der neuen Position zu festigen, und besonders die unteren Frontzähne neigen zum Rückfall. Deshalb gehört zu jeder Behandlung eine Retentionsphase – oft mit einem dauerhaft innen geklebten Draht.
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