Häufige Fragen
Kann man Kronen aufhellen?
Nein. Keramik und Kunststoff enthalten keine Farbstoffmoleküle, die ein Bleichmittel aufspalten könnte. Eine Krone lässt sich reinigen und polieren, wodurch sie wieder heller wirkt, aber nicht chemisch bleichen. Eine wirklich hellere Krone bedeutet immer eine Neuanfertigung.
Warum wirkt meine Krone plötzlich dunkler?
Meist aus einem von drei Gründen: Die Oberfläche hat Glanz verloren und Auflagerungen angenommen, das Zahnfleisch ist zurückgegangen und ein Metallrand ist sichtbar geworden, oder die Nachbarzähne sind heller geworden – etwa durch ein Bleaching. Nur der erste Fall lässt sich durch Reinigung und Politur beheben.
Kann man Zahnersatz aufhellen lassen?
Aufhellen im Sinne von Bleichen nicht. Professionell reinigen und polieren lassen sich Kronen, Brücken und Prothesen sehr gut, und das bringt bei äußeren Verfärbungen oft einen deutlichen Unterschied. Durchgefärbte oder gealterte Kunststoffe brauchen dagegen einen Austausch.
Soll ich vor oder nach dem Zahnersatz bleichen?
Vorher. Erst die eigenen Zähne bleichen, dann etwa zwei Wochen warten, bis sich die Farbe stabilisiert hat, und erst danach die Farbnahme für Krone oder Brücke vornehmen. In der umgekehrten Reihenfolge passt der Zahnersatz anschließend nicht mehr zur neuen Zahnfarbe.
Was passiert beim Bleaching im Zahn?
Wasserstoffperoxid dringt durch den Zahnschmelz in das Dentin ein und setzt dort Sauerstoffradikale frei. Diese spalten die langkettigen Farbstoffmoleküle in kleinere, farblose Bruchstücke. Zahnsubstanz wird dabei nicht abgetragen; der Zahn wird entfärbt, nicht beschichtet.
Was ist eine Reduktionsbleiche?
Ein Spezialverfahren, das nicht oxidativ, sondern reduktiv arbeitet. Es kommt bei Verfärbungen infrage, die auf herkömmliches Bleaching nicht ansprechen, etwa bei bestimmten metallbedingten oder fluorosebedingten Einlagerungen. Die Anwendung erfolgt ausschließlich in der Praxis.
Wie oft darf man Zähne bleichen?
Eine feste Obergrenze gibt es nicht, wohl aber eine sinnvolle Praxis: Nach einer Grundbehandlung reicht meist eine Auffrischung im Abstand von ein bis drei Jahren, oft mit der bestehenden Schiene und wenigen Anwendungen. Häufigeres Bleichen bringt keinen zusätzlichen Effekt, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit empfindlicher Zähne.
Schädigt Bleaching den Zahnschmelz?
Bei fachgerechter Anwendung nach heutigem Kenntnisstand nicht dauerhaft. Untersuchungen zeigen unmittelbar nach dem Bleichen messbare Veränderungen an der Schmelzoberfläche, die sich durch den Kontakt mit Speichel und Fluorid innerhalb weniger Tage zurückbilden. Kritisch wird es bei unkontrollierter Anwendung hoher Konzentrationen ohne Befund und ohne Schutz des Zahnfleischs.
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