Häufige Fragen
Welche Zahnputztechnik ist die beste?
Für Erwachsene die modifizierte Bass-Technik. Sie reinigt gezielt den Zahnfleischrand, an dem Zahnfleischentzündung und Parodontitis entstehen. Für Kinder ist die KAI-Reihenfolge der bessere Einstieg, weil sie Systematik vermittelt, bevor die Feinmotorik für die Bass-Bewegung ausreicht.
Was genau macht man bei der Bass-Technik?
Die Zahnbürste wird im 45-Grad-Winkel an den Übergang von Zahn und Zahnfleisch angelegt, sodass die Borstenspitzen leicht unter den Zahnfleischsaum reichen. Dann folgen etwa zehn kleine rüttelnde Bewegungen ohne Ortswechsel, anschließend wird der gelöste Belag zur Kaufläche hin ausgewischt.
Was bedeutet KAI beim Zähneputzen?
KAI ist die Merkregel für die Reihenfolge: erst Kauflächen, dann Außenflächen, dann Innenflächen. Sie sorgt dafür, dass keine Fläche vergessen wird, und wird vor allem in der Kinderzahnheilkunde vermittelt.
Warum soll man von Rot nach Weiß putzen?
Weil der Belag so aus der Zahnfleischtasche heraus- und nicht hineingeschoben wird. Außerdem schont die Bewegung vom Zahnfleisch zum Zahn hin den Zahnfleischsaum, während die Gegenrichtung ihn über Jahre zurückdrängen kann.
Wie putze ich die hinteren Backenzähne richtig?
Den Mund nur halb öffnen, damit sich die Wange abhalten lässt, bewusst am letzten Zahn beginnen und eine Bürste mit kleinem Kopf verwenden. Die Innenflächen der unteren und die Außenflächen der oberen Backenzähne brauchen dabei die meiste Aufmerksamkeit.
Wie fest darf man beim Zähneputzen aufdrücken?
Etwa 150 Gramm reichen. Wenn sich die Borsten sichtbar biegen oder aufspreizen, ist der Druck zu hoch. Viele elektrische Zahnbürsten signalisieren zu starken Druck über Licht oder Vibration.
Reicht Zähneputzen allein aus?
Nein. Rund ein Drittel der Zahnoberfläche liegt in den Zwischenräumen und wird von keiner Zahnbürste erreicht. Interdentalbürsten oder Zahnseide sind deshalb täglich notwendig, dazu kommen regelmäßige Kontrollen und die professionelle Zahnreinigung.
Muss ich bei Implantaten anders putzen?
Die Technik bleibt dieselbe, die Konsequenz muss höher sein. Implantate haben keine Wurzelhaut und reagieren empfindlicher auf bakteriellen Belag am Übergang zum Zahnfleisch. Empfehlenswert sind weiche Borsten, kunststoffummantelte Interdentalbürsten und kürzere Kontrollintervalle.
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