Warum wird der Kiefer überhaupt schmal?
Der häufigste Grund für einen schmalen Kieferknochen ist ein länger zurückliegender Zahnverlust. Nach dem Verlust einer natürlichen Zahnwurzel fehlt dem Knochen der gewohnte Kaudruck. Da Knochengewebe nur dort erhalten bleibt, wo es regelmäßig belastet wird, beginnt sich der Kiefer in diesem Bereich allmählich zurückzubilden. Dieser Prozess setzt bereits wenige Wochen nach der Zahnentfernung ein und schreitet in den folgenden Monaten und Jahren weiter fort.
Wie stark sich der Knochen verändert, ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen verlieren nur wenig Knochengewebe, während sich bei anderen die Breite und Höhe des Kieferkamms deutlich verringern. Auch chronische Entzündungen, Parodontitis, Verletzungen oder frühere Operationen können den Knochenabbau zusätzlich begünstigen.
Je länger eine Zahnlücke unversorgt bleibt, desto größer ist häufig die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Knochenangebot verändert.