Jede Implantation ist ein chirurgischer Eingriff. Dabei entstehen kleine Wunden im Zahnfleisch und im Kieferknochen, die zunächst heilen müssen. Intensive körperliche Belastung erhöht den Blutdruck und die Durchblutung. Dadurch kann das Risiko für Nachblutungen, Schwellungen oder stärkere Schmerzen steigen. Gleichzeitig kann eine zu frühe Belastung die Wundheilung beeinträchtigen.

Aus diesem Grund empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte in den ersten Tagen nach dem Eingriff körperliche Schonung.

Welche Sportarten sollten zunächst vermieden werden?

Nicht jede sportliche Aktivität belastet den Körper gleich stark. Besonders ungünstig sind Sportarten mit hoher körperlicher Anstrengung oder einem erhöhten Verletzungsrisiko.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Krafttraining
  • Joggen
  • Fußball
  • Handball
  • Kampfsport
  • Tennis
  • Radrennen
  • intensives Intervalltraining

Auch schweres Heben oder körperlich belastende Gartenarbeiten sollten in den ersten Tagen möglichst vermieden werden.

Welche Bewegung ist nach dem Eingriff erlaubt?

Leichte Bewegung ist in vielen Fällen bereits früh wieder möglich. Ruhige Spaziergänge oder kurze Wege im Alltag stellen meist kein Problem dar, solange keine Beschwerden auftreten. Wichtig ist, den eigenen Körper aufmerksam zu beobachten. Treten Schmerzen, Schwellungen oder Nachblutungen auf, sollte die Belastung sofort reduziert werden. Über den individuellen Zeitpunkt der Rückkehr zum Sport entscheidet immer die behandelnde Zahnarztpraxis anhand des Heilungsverlaufs.

Wann kann wieder trainiert werden?

Eine allgemeingültige Zeitangabe gibt es nicht. Kleinere Implantationen ohne zusätzliche Eingriffe erlauben häufig eine frühere Rückkehr zum Sport als umfangreiche Operationen. Musste zusätzlich ein Knochenaufbau oder ein Sinuslift durchgeführt werden, verlängert sich die notwendige Schonungszeit häufig. Vor allem intensive Trainingseinheiten sollten erst wiederaufgenommen werden, wenn die Wundheilung komplikationslos verläuft und die behandelnde Zahnärztin oder der behandelnde Zahnarzt grünes Licht gibt.

Worauf sollten Leistungssportler besonders achten?

Leistungssportler oder Menschen mit sehr intensiven Trainingsplänen sollten die Behandlung möglichst frühzeitig mit ihrer Zahnarztpraxis besprechen. So kann der Eingriff gegebenenfalls in eine trainingsfreie Phase gelegt werden. Dadurch erhält der Körper ausreichend Zeit für die Heilung, ohne dass wichtige Wettkämpfe oder Trainingsziele unnötig beeinträchtigt werden. Auch individuelle Empfehlungen zur Belastungssteigerung können bereits vor dem Eingriff besprochen werden.

Welche Maßnahmen unterstützen die Heilung?

Neben körperlicher Schonung tragen auch weitere Verhaltensmaßnahmen zu einer guten Wundheilung bei.

Empfohlen werden unter anderem:

  • sorgfältige Mundhygiene nach Anweisung der Praxis
  • weiche und nicht zu heiße Lebensmittel
  • ausreichend Flüssigkeit
  • Verzicht auf Rauchen
  • Verzicht auf Alkohol in den ersten Tagen
  • regelmäßige Kontrolltermine

Wer diese Empfehlungen beachtet, unterstützt die Einheilung des Implantats und reduziert das Risiko für Komplikationen.

Warum lohnt sich etwas Geduld?

Viele Patientinnen und Patienten möchten möglichst schnell wieder ihren gewohnten Alltag aufnehmen. Dennoch zahlt sich etwas Geduld aus. Die Einheilung eines Zahnimplantats bildet die Grundlage für den langfristigen Behandlungserfolg. Wer dem Körper ausreichend Zeit zur Regeneration gibt und die Empfehlungen der behandelnden Praxis beachtet, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass das Implantat dauerhaft fest im Kiefer einheilen kann.

Zertifizierte Implantologen aus unserem Netzwerk

Jede Praxis in unserem Netzwerk wird erst aufgenommen, wenn sie die Qualitätskriterien der Leading Implant Centers erfüllt.

Implantologen in Ihrer Nähe finden

Die Aufnahmekriterien wurden gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Beirat entwickelt; der Beirat wirkt bei der Prüfung neuer Mitgliedspraxen mit. Qualitätskriterien · Wissenschaftlicher Beirat

Weitere Beiträge