Warum Rauchen die Einheilung beeinträchtigt
Nach dem Einsetzen eines Zahnimplantats beginnt die sogenannte Osseointegration. Dabei wächst das Implantat fest in den Kieferknochen ein und bildet die Grundlage für einen dauerhaft stabilen Zahnersatz. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen bis Monate und ist entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg.
Rauchen kann diesen Prozess auf verschiedene Weise beeinträchtigen. Nikotin verengt die Blutgefäße und das Gewebe wird dadurch schlechter durchblutet. Gleichzeitig gelangt weniger Sauerstoff in die Wunde und die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen wird eingeschränkt. Dadurch kann sich die Wundheilung verzögern.
Hinzu kommt, dass Bestandteile des Tabakrauchs die Immunabwehr beeinflussen. Dadurch können sich Krankheitserreger leichter vermehren und Entzündungen begünstigen. Das Risiko, dass ein Implantat nicht vollständig einheilt, ist bei starken Rauchern wesentlich höher als bei Nichtrauchenden.
Folgende Faktoren können die Einheilung zusätzlich erschweren:
- verminderte Durchblutung des Zahnfleisches
- reduzierte Sauerstoffversorgung des Gewebes
- verlangsamte Knochenheilung
- erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
- verzögerte Wundheilung nach dem Eingriff