Zahnimplantate sind ein Produkt, an dem Sie lange Freude haben möchten. Deswegen müssen Sie genau wissen, was Sie wollen, und gleichzeitig verstehen, was Ihr Implantologe Ihnen anbietet. Spätestens wenn Sie sehen, wie viele unterschiedliche Implantatformen und -materialien es gibt, ist es von größter Wichtigkeit, dass Sie beide dieselbe Sprache sprechen! Ob ein Implantat das Richtige für Sie ist, hängt daher zu einem großen Teil davon ab, wie gut Ihr Implantologe Sie berät.

Im Zuge der Modernisierung und Technologisierung finden sich auch neue Wortschöpfungen, deren Bedeutungen man erst erlernen und verinnerlichen muss. Natürlich verwendet auch die Zahnmedizin neue Begriffe für Methoden, Material und Techniken.

Nehmen wir das Beispiel Implantologie und Zahnimplantat - das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die allerdings nicht jeder unterscheiden kann. Der Gebrauch des einen Wortes, um das andere zu beschreiben, kann am Ende für alle sehr irreführend sein. Schauen wir uns beide Wörter im Folgenden einmal genauer an.

Vergleich der Implantologie mit Zahnimplantaten

“Implantare” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt “einpflanzen”. In der Zahnmedizin versteht man unter einem Zahnimplantat eine in den Kieferknochen “eingepflanzte” Metallschraube, die die Funktion der Zahnwurzel eines verlorenen oder entfernten Zahnes übernimmt. Auf dem Implantat kann dann mithilfe eines Schraubgewindes (enossales Implantat) ein neuer, künstlicher Zahn verankert werden.

Die Implantologie dagegen ist das Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde, das sich mit diesem Verfahren (Insertion, Einsetzen) beschäftigt.. Man kann es sich so merken: das griechische Wort “logos” heißt “Lehre”, also die Lehre der Einpflanzung, wenn man so will.

Unterschiedliche Implantatsysteme

Bei Zahnimplantaten unterscheidet man zum Beispiel zwischen Titanimplantaten, Blattimplantaten, Diskimplantaten, Subperiostale Implantanten, Keramikimplantaten, Zytonikenn und Zirkon. Insgesamt gibt es aber mehr als 300 Implantatformen.Weiterhin kann man zwischen zusammengesetzten und einteiligen Zahnimplantaten differenzieren.

Seit ca. 30 Jahren gibt es außerdem das Körbchen- bzw. Hohlzylinder-Implantat. Es bietet zwar eine größere Oberfläche, wird aber aufgrund der manchmal auftretenden Durchblutungsstörungen eher kritisch gesehen und lieber durch ein Kurzimplantat mit breitem Durchmesser ersetzt.

Weitere Informationen finden Sie auch in unser neuen Rubrik Fachthemen:

https://www.leadingimplantcenters.com/de/fachthemen/behandlungen/

Welche Qualifikationen hat ein Implantologe?

Die American Dental Association (ADA) erkennt Parodontologen sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen als chirurgische Spezialisten für Implantologie an. Die Ausbildung für beide Fachgebiete beinhaltet über die Zahnarztschule hinaus eine jahrelange postgraduale Ausbildung. In Deutschland wird eine Zusatzausbildung von zwei Jahren vorausgesetzt, die nicht nur mit einer wissenschaftlichen Arbeit (Masterthesis) und einer Endprüfung abschließt, sondern große praktische Erfahrung (Hospitationen) und viel Engagement erfordert.

Folgende Eigenschaften und Kompetenzen werden von anerkannten Fachgesellschaften für Implantologie (wie die ADAE) vorausgesetzt. Eine/n gute/n Implantolog*in macht vor allem aus:

  • er oder sie ist ein,e gefragte Fachmann/Fachfrau auf Ihrem Gebiet
  • er oder sie bildet sich stets weiter. Denn “Stillstand ist Rückschritt - bleibe ein Experte”
  • er oder sie kümmert sich hervorragend um die Zähne seiner/ihrer Patienten und macht dabei eine sehr gute Arbeit
  • der Patient fühlt sich vom ersten Augenblick an wohl in der Praxis, fühlt sich gut beraten und kommt gerne wieder
  • Missverständnisse werden schnell erkannt und von vornherein aus dem Weg geräumt. Dafür nimmt sich der Implantologe ausreichend Zeit

Gute Zähne machen keine Sorgen. Doch trotzdem können Unfälle und Erkrankungen dazu führen, dass ein Zahn abbricht oder sogar entfernt werden muss. Kleine Haushaltsunfälle passieren jeden Tag. Auch alternde Zähne, abgenutzte Kauflächen und frühere Behandlungen müssen sorgfältig beobachtet und medizinisch versorgt werden. Umso wichtiger ist es hier, gleich den passenden Implantologen zu finden, dem man vertraut, der transparent arbeitet und gute Arbeit leistet. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen.


Bildquelle: (c) Adobe Stock