Mundkrebs ist eine Erkrankung, der alle Teile des Mundes befallen kann, einschließlich Zahnfleisch, Lippen und Zunge. Einige frühe Symptome sind anhaltende Schmerzen, die sich ein wenig wie ganz normale Zahnschmerzen anfühlen. Patienten berichten manchmal, sie hätten das Gefühl, sie hätten eine anhaltende Erkältung. Leider ignorieren viele Menschen genau diese anfänglichen Symptome, weil sie leicht mit anderen Erkrankungen zu verwechseln sind.Die Ursache liegt manchmal ganz woanders. Im schlimmsten Fall ist man an Mundkrebs erkrankt.

Und gerade deshalb rettet eine Vorsorgeuntersuchung oft das Leben. Wenn Sie Beschwerden haben, bleiben Sie achtsam. Weitere Symptome sind Schwellungen, Wunden, raue Stellen, rote oder weiße Verfärbungen im Mund oder auf den Lippen. Vielleicht haben Sie sogar ein Gefühl von Taubheit oder Sie sind besonders empfindlich im Mund.

Einige Betroffene, die Mundkrebs haben, berichten von Halsschmerzen, die nicht verschwinden wollen oder sogar von Schmerzen im Ohr. Sie sagen, es fühlt sich manchmal an, als würde etwas im Hals stecken bleiben oder sie hätten einen Fremdkörper zwischen den Zähnen, ohne ersichtlichen Grund.

Risikofaktoren

Man sollte vor allem vorsichtig sein bei übermäßig viel Sonne. Mundkrebs kann durch eine hohe Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden. Auch eine Infektion mit dem sogenannten humanen Papillomavirus (kurz: HPV) und generell, ein geschwächtes Immunsystem erhöhen ebenfalls das Risiko an Mundkrebs zu erkranken.

Arten von Mundkrebs

Die Mehrheit derjenigen, bei denen Mundkrebs diagnostiziert wird, sind an einem sogenannten Plattenepithelkarzinom erkrankt. Sie werden auch spinozelluläres Karzinom oder umgangssprachlich einfach nur Stachelzellkrebs genannt. Das sind plattenförmige und flache Zellen, die eher an Fischschuppen erinnern. Plattenepithelkarzinome gehören heute zu der zweithäufigsten Hauttumorart. Die beiden weniger verbreiteten Arten von Mundkrebs sind das orale Melanom und das verruköse Karzinom (“Mundhöhlenkrebs). Dabei handelt sich dabei um eine seltene Variante des Plattenepithelkarzinoms und tritt am ehesten bei denjenigen auf, die zum Beispiel Tabak kauen. Orales Melanom tritt direkt in den Zellen auf, die Pigmente enthalten. Und obwohl seine Ursache unbekannt ist, gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Genetik dabei eine wichtige Rolle spielt.

Es kann jeden treffen

Menschen aus allen Lebensbereichen können an Mundkrebs erkranken. Es gibt aber gewisse Risikofaktoren, die eine Erkrankung an Krebs provozieren. Das ist in erster Linie unser Lebensstil: Rauchen, Alkoholkonsum, einseitige Ernährung, Vitaminmangel usw.

Diejenigen, die aktiv auf einen gesunden Lebensstil achten, reduzieren das Risiko entsprechend. Deshalb ist es auch sehr ratsam, sich regelmäßig einer Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Früherkennung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Prävention gegen jede Form von Krebs. Wer also Wert auf eine krebsvorsorge beim Urologen bzw. beiM Gynäkologen legt, sollte auch gleich einen Besuch beim Zahnmediziner abstatten.

Viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass Zahnärzte nur Zahnreinigungen durchführen, Löcher füllen oder Implantate setzen. Aber Zahnmediziner sind bestens darin geschult, auch auf Mundkrebs zu untersuchen.

Wie sieht eine solche Untersuchung aus?

Die typische Mundkrebsvorsorge beinhaltet zum Beispiel die Klärung von Fragen zu Risikofaktoren, Ihrem aktuellen Gesamtzustand und ob Sie Veränderungen oder Anomalien im Inneren von Mund, Lippen, Zahnfleisch oder Hals festgestellt haben. Eine gründliche Untersuchung des Inneren der Mundhöhle, der Lippen und der Wangen kommt als nächstes. Eine Biopsie wird empfohlen, wenn Klumpen, Wunden, Verfärbungen oder andere unregelmäßige Gewebeveränderungen festgestellt werden.

Obwohl alle Arten von Mundkrebs potenziell schwerwiegende Folgen haben können, haben Patienten, die während der routinemäßigen Zahnuntersuchungen regelmäßig untersucht werden, eine bessere Prognose. Der halbjährliche Besuch Ihres Zahnarztes ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Ihre Gesundheit zu schützen.

Bildquelle: (c) Adobe Stock