Welche bildgebenden Verfahren heute eingesetzt werden

In der Implantatplanung werden verschiedene Verfahren kombiniert, von dem jedes andere Informationen liefert.  Am Ende ergeben diese zusammen ein vollständiges Bild.

Typisch dafür sind:

• digitale Volumentomographie (DVT)
• klassische Röntgenbilder
• digitale Abformungen des Kiefers

Die DVT spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie den Kiefer dreidimensional darstellt. Man sieht nicht nur die Höhe des Knochens, sondern auch die Breite und die genaue Lage im Raum. Das ist besonders wichtig, wenn Nerven oder die Kieferhöhle berücksichtigt werden müssen.

Klassische Röntgenbilder werden trotzdem weiterhin genutzt, zum Beispiel zur Beurteilung von Restzähnen. Auch digitale Scans liefern zusätzlich genaue Informationen über die Zahnstellung und den Biss.

Was digitale Diagnostik zusätzlich ermöglicht

Am Computer kann man durch die Kombination dieser gesammelten Daten ein virtuelles Modell des Kiefers erstellen. Das ist notwendig um die Implantatposition im Voraus zu planen. Und zwar nicht nur ungefähr, sondern ziemlich genau. Man kann verschiedene Positionen ausprobieren und direkt sehen, welche Variante am besten passt. Das klingt technisch, ist aber im Alltag sehr hilfreich. 

Ein weiterer Punkt ist, dass die spätere Versorgung gleich mitgeplant wird. Das Implantat wird also nicht nur nach dem Knochen ausgerichtet, sondern danach, wie die Krone später sitzen soll.

Wie die Planung konkret abläuft

Der Ablauf ist in der Regel klar strukturiert. Zuerst werden alle notwendigen Daten erhoben um sie danach digital zusammenzuführen. Der Behandler schaut sich die Knochenstruktur genau an und prüft, wie viel Platz vorhanden ist. Dabei werden gleichzeitig empfindliche Bereiche berücksichtigt, die nicht verletzt werden dürfen. Dann wird die Position des Implantats festgelegt. Dabei geht es nicht nur um die chirurgische Seite, sondern auch darum, wie die spätere Belastung aussieht.

In vielen Fällen wird anschließend eine Bohrschablone erstellt. Diese dient während des Eingriffs als Orientierung und hilft, die geplante Position möglichst genau umzusetzen.

Welche Vorteile sich für die Behandlung ergeben

Durch eine digitale Planung wird die Behandlung deutlich besser planbar. Wenn im Vorfeld sauber geplant wird, läuft der Eingriff selbst meist ruhiger ab.

Wichtige Vorteile sind:

• genauere Positionierung des Implantats
• bessere Einschätzung möglicher Risiken
• weniger Überraschungen während des Eingriffs
• bessere Abstimmung mit dem Zahnersatz

Grenzen der digitalen Planung

So hilfreich die Technik ist, sie hat auch ihre Grenzen. Die Planung basiert immer auf den vorhandenen Daten und wenn diese nicht exakt sind, kann das Ergebnis davon abweichen. Außerdem kann die tatsächliche Situation im Mund leicht anders aussehen als im Modell. Deshalb bleibt die Erfahrung des Behandlers entscheidend. Auch die Knochenqualität und der Heilungsverlauf lässt sich nicht vollständig vorhersagen. Daher ist eine gute Planung äußerst wichtig. Das hilft nicht nur dem Behandler, sondern auch seinem Patienten, der dadurch einen besseren Einblick bekommen kann, was geplant ist und wie der Ablauf aussehen wird.

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