Implantologie – unverzichtbar in der modernen Zahnheilkunde

Der Kiefer ist ein komplexer Teil des menschlichen Körpers und beeinflusst die individuelle Ausstrahlung sowie das Selbstverständnis erheblich. Deshalb kommt es gerade in der Implantologie auf eine fachgerechte Behandlung an, in der die ästhetische Versorgung einen ebenso großen Stellenwert hat wie die medizinische. Implantate werden nur von Zahnmedizinern gesetzt, die sich auf diesem Spezialgebiet fortgebildet haben. Senioren benötigen ästhetisch ansprechenden und gut sitzenden Zahnersatz, um sich normal ernähren und mit ihrer Umwelt kommunizieren zu können. Die Verankerung sollte so gewählt werden, dass sie leicht zu handhaben ist. Idealerweise wird bei der Altersimplantologie auch zu erwartenden Zahnverlust mit berücksichtigt. Dadurch kann vermieden werden, der sich der Patient noch einmal an eine neue Prothese gewöhnen muss.



Ein guter Allgemeinzustand macht Implantate in jedem Alter möglich

Gut sitzende Zahnimplantate erhöhen die Lebensqualität erheblich, denn sie fühlen sich wie echte Zähne an. Aus medizinischer Sicht gibt es für Zahnersatz keine Altersgrenze. Entscheidend sind die organischen Voraussetzungen bezüglich der Knochensubstanz in Kiefer. Doch selbst bei hochgradigem Knochenabbau gibt es bei entsprechend gutem Allgemeinzustand keinen Grund, auf die Implantatversorgung zu verzichten. Auch dann stellen bis zu vier Implantate kein Problem dar. Diese sind notwendig, um den guten Halt der Prothese zu gewährleisten. In schwierigen Fällen kann ein Knochenaufbau (Sinuslift) durchgeführt werden, so dass sich die prothetische Versorgung trotzdem realisieren lässt.

Welche Risiken bestehen bei Implantaten von Senioren?

Bei der Behandlung müssen die Erfolgsaussichten berücksichtigt werden, doch für die meisten Menschen ist festsitzender Zahnersatz heute realistisch. Man muss jedoch unterscheiden, ob der Patient bereits eine Prothese trägt und ein Implantat nur zu deren Befestigung dienen soll, oder ob der Patient festsitzende 3. Zähne wünscht. Gegen eine Behandlung sprechen Alkoholkonsum, Rauchen, akute Entzündungen, eine erst vor kurzem durchgeführte Strahlenbehandlung sowie krankhafte Veränderungen im Mund- und Kieferbereich. Probleme können auch entstehen, wenn der Zahnverlust viele Jahre zurückliegt.

Welche Voraussetzungen braucht die erfolgreiche Altersimplantologie?

Damit das Implantate richtig einwachsen kann, muss das Zahnfleisch gut durchblutet sein. Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, sollten diese am Tag vor dem Eingriff absetzen. Eine Diabeteserkrankung stellt kein Risiko dar, wenn der Patient gut eingestellt ist. Gründliche Mundhygiene ist in jedem Fall unverzichtbar. Das größte Risiko besteht bei Rauchern, denn das Nikotin setzt die Blutgerinnungsfähigkeit herab. Das verzögert den Heilungsprozess und das Risiko für Entzündungen steigt. Ist ein Knochenaufbau geplant, kann es zu Abstoßungsreaktionen kommen. Das Risiko für schmerzhafte, entzündliche Prozesse erhöht sich und macht eine Versorgung mit Implantaten unter Umständen unmöglich.