Je stärker der Zahn, desto länger haben Sie was davon. Tatsächlich können Zähne eine unterschiedliche Stärke aufweisen. Um genauer zu sein ist es der Zahnschmelz, der den Zahn härtet und festigt. Es ist wichtig, auf die Stärke der Zähne zu achten, da sie eine wesentliche Rolle in der Langlebigkeit spielen. Zähne können einiges aushalten und sie zerbrechen nur unter extremen Bedingungen. Doch sie sind gleichzeitig sehr sensibel. Selbst wenn Sie vorsichtig sind und Ihre Zähne sauber halten, können Bakterien und Säure Ihre Zähne abnutzen und Karies verursachen.

Eine ausgezeichnete Mundhygiene (Sauberhaltung der Zähne) ist zwar unerlässlich, aber nicht der einzige Faktor. Wichtig ist, dass die Zähne ein stabiles Grundgerüst haben, um eine lange Lebensdauer im Mund zu haben. Denn Zahnersatz wird niemals die Funktion eines echten Zahnes übernehmen können. Wir haben ein paar brauchbare Tipps, wie Sie ihren Zahn “stärken” können.

Doch schauen wir uns zunächst den Aufbau des Zahnes an: Ein Zahn besteht aus einer sichtbaren Zahnkrone, die umgeben ist von Zahnschmelz - der schützenden Schicht aus Fasern, Kalzium, Phosphor und ganz feinen Nervenfasern. Außerdem hat der Zahn eine oder mehrere Wurzeln, und ein Zahnmark (das nicht sichtbare Zahninnere), dass die Nervensignale auffängt und an das zentrale Nervensystem weitergibt. Das Zahnmark ist auch dafür zuständig den kompletten Zahn mit entsprechenden Nährstoffen zu versorgen. Putzen von außen ist zwar wichtig und richtig, aber auch die richtige Versorgung von innen heraus (etwa durch die richtige Ernährung) ist notwendig für den Erhalt des Zahnes.

Pflege von innen

Auf die richtige Ernährung kommt es an. Und diese besteht zum Beispiel aus vollwertiger vitaminreicher Nahrung, gesunden Fetten (Omega 3) und Mineralstoffen (Kalzium). Gemüse, Fisch, Nüsse und Milchprodukte sind besonders zu empfehlen. Achten Sie auch darauf, nicht zu “sauer” zu essen. Säure greift den Zahnschmelz besonders an. Tee, Kaffee, Limonaden und Mineralwasser sind auf Dauer nicht gut für unsere Zähne. Auch Säfte (aus Zitrusfrüchten) und Zuckerhaltiges sind - wie man inzwischen weiß - problematisch. Viele Ärzte raten zu “Kaugummi kauen”, vor allem dann, wenn man seine Zahnbürste gerade nicht griffbereit hat (oft während des Tages, wenn man ehe unterwegs ist). Schauen wir uns also im Folgenden an, was man noch “von außen” tun kann.

Pflege von außen

Geben wir es zu: Denken wir wirklich darüber nach, welche Zahnpaste wir kaufen? In der Regel verschwenden wir keinen Gedanken daran und das kann Folgen haben. Es lohnt sich, das Etikett genauer zu studieren. Zum Beispiel “Fluorid” - dieser Bestandteil (eigentlich ein Salz - nicht zu verwechseln mit dem giftigen Gas “Fluor”) gilt in der Zahnmedizin als äußerst wichtig. Es helfe zum Beispiel dabei, den Zahnschmelz zu festigen, der etwa durch Säure “porös” werden kann. Fluorid härtet den Zahnschmelz, es remineralisiert und trägt zum Erhalt des Zahnes bei. Auch Karies kann so in Schacht gehalten werden. Fluorid steckt übrigens auch in zahlreichen Lebensmitteln (Fisch, Minealwasser).

Es gibt auch kritische Stimmen zur Zahnpasta mit Fluorid. Der Stoff sei giftig und lagere sich im Körper ab. Allerdings muss an der Stelle erwähnt werden, dass es in so geringen Mengen, wie wir sie auf der Zahnpasta verteilen, absolut unbedenklich ist und wir die Zahnpasta ja auch nicht hinunterschlucken.

Reduzierung von Zucker

Kommen wir nochmals zum Zucker zurück. Er trägt nicht nur zur Vermehrung von Karies bei (Bakterien lieben Zucker). Das kristallene Lebensmittel greift den Zahnschmelz zusätzlich an und schwächt den Zahn auf diese Weise. Sollte doch ein Zuckerteilchen verzehrt werden, ist es ratsam den Mund gründlich zunächst mit Wasser auszuspülen und die Zähne nach ca. 30 Minuten zu putzen.

Trinken Sie Milch

Zahnschmelz mag sich in Milch baden - oder greifen Sie zu Käse, Quark, Joghurt und grünem Gemüse). Denn Kalzium stärkt Ihre Zähne (der Zahnschmelz besteht teils aus Kalzium) und macht sie viel resistenter gegen Karies. Sie konsumieren keine Milch- bzw. Milchprodukte, Eier oder grünes Gemüse? Dann können Sie alternativ auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen und sich Kalziumtabletten besorgen.

Besuchen Sie Ihren Zahnarzt

Und zu guter Letzt: Lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig kontrollieren. Ihr Zahnarzt sagt Ihnen rechtzeitig, wenn sie etwas anbahnt und Ihre Zähne an Dichte abnehmen. Er hat nicht nur da snotwendige Werkzeug zur Verfügung, sondern kann Ihnen auch gute Ratschläge in Sache Pflege, Behandlung und Mundhygiene geben. Manchmal ist es nur die Putztechnik, die nicht stimmt oder Sie konsumieren unwissentlich stark säurehaltige Produkte, die ihrem Zahnschmelz massiv zusetzen. Ihr geschulter Zahnarzt kann Ihnen Alternativen aufzeigen, nutzen Sie diese Möglichkeit.



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