Der 6. März ist der „Tag des Zahnarztes“ – eine gute Gelegenheit, um diesem Beruf einen kleinen Artikel zu widmen. Denn ihm ist es zu verdanken, dass die Zahngesundheit inzwischen so gut ist.

Wer Zahnarzt oder -ärztin werden will, hat nicht nur ein jahrelanges medizinisches Studium vor sich, er oder sie muss sich vor allem in Geduld, in Empathie, Kommunikations- und Ausdauerfähigkeit üben und ein bisschen handwerkliches Geschick mitbringen. Doch nicht ohne Grund wird der Beruf weltweit immer populärer. Laut GBE Bund gibt es fast 100.000 Zahnärzte allein in Deutschland. Das British Dental Journal berichtet über eine besonders hohe Nachfrage: "68 Prozent der NHS-Praxen" in England können die freien Stellen nicht besetzen. Der Zahnarztberuf hat es in der Tat in sich: Er ist sehr abwechslungsreich und kommunikativ. Auch über die Arbeitszeiten kann man sich nicht beschweren. Vor allem die Bezahlung aber ist sehr attraktiv. Aus einem anonymen Jobprotokoll (erschienen bei SPIEGEL Karriere) geht hervor, dass Assistenten bereits 3.000 Euro im Monat verdienen: Das Gehalt steigt immer weiter an bis hin zu einem Betrag von 10.000 Euro monatlich (Spitzenverdiener).

Die Zahnmedizin wird heute bereits neu gedacht: Sie bietet eine wesentliche Dienstleistung für alt und jung und auch die Forschungen zur Mundgesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden wird aktiv vorangetrieben. Die heutigen Praxen bieten oft das volle Programm: Von Zahnersatz, Knochenstabilisierung bis hin zur Professionellen Zahnreinigung. Die Zahnreinigung an sich ist jedoch bereits so alt wie die Menschheit selbst.

Die meisten Neuerungen kommen allerdings aus den USA. Ein bemerkenswerter Fortschritt wurde mit dem "threaded titanium root-form implantat" erzielt. Das sind bemerkenswerte Innovationen, die fehlende Zähne einfach und sicher ersetzen können.

Was gehört dazu, wenn man Zahnarzt oder -ärztin werden will?

In Deutschland benötigt man die Hochschulreife (Abitur), um Zahnmedizin an den Universitäten studieren zu können. Bereits während des Studiums werden Praktika und Hospitationen absolviert, um den Beruf so praxisnah wie möglich zu erlernen. Die meisten Studierenden fällen bereits in dieser Zeit die Entscheidung für ihre späteren Spezialisierungen. Die gesamte Ausbildungszeit an der Hochschule wird in Deutschland nicht bezahlt. Das Studium und die Studiengebühren sind vom Studierenden selbst zu tragen.

Auch eine pathologische Ausbildung findet während des Studium der Zahnmedizin statt. Das bedeutet, die Studierenden üben an einer Leiche - was vielen vielleicht den Magen verdrehen wird. Wer dies aushält, ist in diesem manchmal blutigen Beruf gut aufgehoben. Aber die Studierenden bekommen vor allem medizinisches Grundwissen und sie lernen, mit neuesten technischen Geräten und medizinischem Werkzeug umzugehen.

Die meisten Studiengänge sind inzwischen zulassungsbeschränkt (NC). Man schließt mit dem Staatsexamen ab, dass man in der Regelstudienzeit von 11 Semestern erlangt. Inzwischen lösen Bachelor- und Masterstudiengänge das Staatsexamen ab. In allen Fällen jedoch ist eine staatliche Approbation als Zahnmediziner nötig, was im jeweiligen Bundesland erlangt wird.

Der Zahnarztberuf erfordert also jede Menge Wissen in Biochemie, Anatomie, Pathologie und Medizintechnik, aber der Zahnmediziner an sich muss vor allem Einfühlungsvermögen und ein großes Verantwortungsbewusstsein mitbringen - alles in allem kein leichter Beruf. Deshalb wird er in unserer Gesellschaft auch mit hohem Prestige belohnt. Schließlich legen wir mindestens einmal jährlich unsere Zähne in die Hände des Experten.

Was heißt Implantologie und wie wird man Implantologe?

Geht es allerdings um einen komplexen Eingriff - zum Beispiel um ein Zahnimplantat, wird der Zahnarzt seinen Patienten jedoch an einen Implantologen verweisen. Was unterscheidet diesen aber von einem Zahnarzt und wie wird man schließlich Implantologie?

Neben dem Studium der Zahnmedizin kann man eine zusätzliche zweijährige Weiterbildung zum Implantologen absolvieren. Es ist bekannt, dass diese Ausbildung viel Zeit in Anspruch nimmt, zusätzlich kostet und extreme Ausdauer verlangt. Nicht jeder ist diesem Druck gewachsen. Die Vorbereitung auf die Implantologie erfordert ein vertieftes Studium und viele Jahre praktische Erfahrung. Es empfiehlt sich vor allem als Assistenzarzt zunächst in einer implantologisch arbeitenden Einrichtung erste Erfahrungen zu sammeln und seine Kenntnisse - etwa durch kleine geführte Eingriffe - langsam zu erweitern und sich entsprechend fortzubilden. Der Weg, einmal dafür entschieden, lohnt sich auch finanziell: Jährlich werden allein in Deutschland eine Millionen Zahnimplantate eingesetzt. Sie werden als Privatleistungen abgerechnet und sind somit auch wirtschaftlich für den Zahnmediziner interessant.

Weitere Infos hier:

https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchenmeldungen/der-beste-job-der-welt-natuerlich-zahnarzt

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