Mit Sicherheit haben Sie Ihr Leben lang gut auf Ihre Zähne aufgepasst, sie gepflegt, poliert und regelmäßig geputzt. Vielleicht haben Sie sogar eine Zahnspange getragen und diese mit Zahnseide behandelt. Wenn Sie aber diese fünf Dinge ignorieren, könnte es Sie nicht nur einen Zahn, sondern ein schönes Lächeln kosten. Denn bereits ein leicht wackeliger Zahn ist oft das erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Wackelige Zähne haben oft eine Ursache und der muss man möglichst früh auf auf die Schliche kommen, um die möglichen Folgen aus den Weg zu räumen bzw. den Zahn zu retten.

1) Persistierende Gingivitis

Ist Ihr Zahnfleisch empfindlich oder gar verfärbt? Möglicherweise haben Sie eine sogenannte persistierende (anhaltende) Gingivitis, eine Vorstufe zur Parodontalerkrankung. Das könnte daher kommen, dass sie es mit dem regelmäßigen Zähneputzen und der Nutzung von Zahnseide nicht ganz so genau genommen haben . Das Zahnfleisch kann sich durch eine damit einhergehende Entzündung zurückbilden, wodurch die Zähne keinen so festen Halt mehr finden.. Eine gute Nachricht gibt es aber: Sie können einer Gingivitis effektiv entgegenwirken, wenn Sie etwas mehr Zeit in die Pflege Ihrer Zähne investieren!

2) Fehlstellung der Zähne

Eine Fehlstellung der Zähne kann zu einem unregelmäßigen Biss führen, der zu viel Druck auf die sonst gesunden und gepflegten Zähne ausüben kann. Achten Sie einmal darauf. Knirschen Sie mit Ihren Zähnen? Ist dies der Fall, sollten Sie sich direkt an Ihren Zahnarzt wenden. Er kann Ihnen verschiedene Lösungen zur Behebung einer Fehlstellung aufzeigen. Nicht nur Zahnspangen können Ihre Zähne wieder zurechtrücken, auch spezielle Schienen und Bänder können Abhilfe leisten. Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten.

3) Verletzungen des Zahnes

Treiben Sie gern Sport? Dann sollten Sie gut darauf aufpassen, Ihre Zähne vor Stürzen und Schlägen zu schützen, denn eine traumatische Verletzung kann Ihre Zähne ebenfalls zum Wackeln bringen. 84% aller Kinder tragen beim Sport keinen Mundschutz, der die Zähne entsprechend schützen kann. Wenn Sie bereits einen an- oder abgebrochenen Zahn haben, kann Ihr Zahnarzt dem Problem mit Sicherheit durch entsprechende Ersatzfüllungen und zusätzlichen Befestigungen entgegen wirken. Frakturierte Wurzeln sind etwas schwieriger zu behandeln, da sie im Inneren des Zahnes liegen. Aber auch hier gilt: je früher Sie zum Zahnarzt gehen, desto besser lassen sich Probleme an der Wurzel behandeln. Nicht jede Verletzung am Zahn ist auch immer offensichtlich, daher sollten Sie Ihre Zähne generell regelmäßig untersuchen lassen.

4) Parodontalerkrankungen

Parodontalerkrankungen sind Zahnfleischentzündungen, bei denen sich das Gewebe, das Ihre Zähne zusammenhält und festigt, zurückbildet. Verdächtige Indizien sind Zahnfleischbluten und auftretender Schmerz beim Kauen. Sind Ihre Zähne vielleicht bei warmen oder kalten Speisen empfindlich? Auch hier gilt, Zahnpflege ist das A und O. Wenden Sie sich notfalls an einen professionellen Zahnmediziner und lassen Sie Ihre Zähne regelmäßig professionell reinigen. Das gilt insbesondere, wenn Sie rauchen, oft einen trockenen Mund haben oder an einem schwachen Immunsystem leiden.

5) Osteoporose

Wenn Ihre Knochen weich sind oder sogar leicht brechen, könnte es sein, dass Sie an Osteoporose leiden. Dabei kommt es zu einem Verlust des sogenannten Alveolarknochen, der für die Erhaltung Ihrer Zähne verantwortlich ist. Sie können Ihre Knochengesundheit verbessern, indem Sie generell auf eine kalziumreiche Ernährung achten, entsprechende Nahrungsergänzungsmittel oder gar vom Arzt verschriebene Medikamente einnehmen, um einem weiter fortschreitenden Knochenverlust entgegen zu kommen. Die heutigen Verfahren sind weniger schmerzhaft und zeitaufwändig, als Sie vielleicht denken.

Wackelige Zähne können fast immer gerettet werden, wenn man schnell genug entgegenwirkt. Seien Sie unbedingt achtsam und gehen Sie lieber zum Arzt, wenn Ihnen etwas komisch erscheint oder Sie eine Veränderung im Mundraum wahrnehmen. Regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt tragen natürlich auch dazu bei, Zähne im Blick zu behalten und möglichen Problemen früh genug entgegen zu treten.

Bildquelle: (c) Adobe Stock