Was steckt hinter einer Implantatentzündung?
Eine Entzündung rund um ein Zahnimplantat entsteht meist durch bakterielle Beläge, die sich an der Implantatoberfläche und am Zahnfleischrand ansammeln. Werden diese Beläge nicht regelmäßig entfernt, reagieren die umliegenden Gewebe mit einer Entzündung. Zunächst ist oft nur das Zahnfleisch betroffen. Zahnärzte sprechen dann von einer periimplantären Mukositis, die in diesem frühen Stadium jedoch meist gut behandelbar ist.
Bleibt die Erkrankung jedoch bestehen, können die Bakterien tiefer in das Gewebe eindringen und den Kieferknochen angreifen. Diese fortgeschrittene Form wird als Periimplantitis bezeichnet. Da der Knochen das Implantat fest im Kiefer verankert, kann sein Abbau langfristig zu einer Lockerung und schließlich zum Verlust des Implantats führen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, bereits erste Anzeichen ernst zu nehmen.