Leitfaden für Patienten

Dieser Patientenleitfaden gibt Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand, mit der Sie sich Gewissheit darüber verschaffen können, ob der von Ihnen gewählte Implantologe, neben seiner exzellenten fachlichen Qualifikation in allen Belangen der richtige für Sie ist.

1. Welche Qualifikationen kann der Implantologe vorweisen?

Sich im Dschungel der Zertifikate und Auszeichnungen an der Praxiswand Ihres Zahnmediziners zurechtzufinden, ist nicht gerade einfach. Woher soll ein Laie wissen, welche Kriterien für die jeweilige Zertifizierung erfüllt sein müssen und was diese über die tatsächliche Qualifikation und Erfahrung Ihres Implantologen aussagen?

Leading Implant Centers nehmen ausschließlich Zahnmediziner als Mitglied auf, die sich in der oralen Implantologie auf dem höchsten Ausbildungs- und Zertifizierungsniveau ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Fachgesellschaft befinden und/oder den folgenden Facharzt/ Fachzahnarzt nachweisen können:

  • Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Fachzahnarzt für Oralchirurgie
  • Master in der oralen Implantologie
  • Zahnarzt mit dem Ausbildungsschwerpunkt Implantologie

    Weiterhin müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
    Jedes Mitglied muss mindestens vier (4) Jahre praktische Erfahrung in der oralen Implantologie mit entsprechender Ausbildung und Zertifizierung besitzen und mindestens 200 eigene Implantate mit Dokumentation und Zertifizierung gesetzt haben.

    Leading Implant Centers listet ausschließlich Implantologen, die sich auf einem hohen Ausbildungs- und Erfahrungsniveau befinden. Hier finden Sie Ihren Führenden-Implantologen, welchen Sie ausnahmslos vertrauen können.

    2. Nimmt sich der behandelnde Implantologe Zeit?

    Ein gründliches Beratungs- und Aufklärungsgespräch, das alle Aspekte (wie unter den nachfolgenden Punkten beschrieben) abklärt, braucht viel Zeit, die Ihr Implantologe Ihnen unbedingt widmen sollte. Die grundlegende Frage, die im Gespräch zunächst geklärt werden muss, lautet:

    Wann ist ein Implantat sinnvoll und wann nicht?
    Hierzu einige Anhaltspunkte für Sie:

    Wann ist ein Implantat sinnvoll?

    • Ersatz fehlender Einzelzähne mit gesunden Nachbarzähnen.
    • Prothese, die mit Implantaten stabilisiert wird.
    • Bei mehreren fehlenden Zähnen, um festen Zahnersatz zu installieren.

    Wann ist ein Implantat nicht sinnvoll?

    • Bei Erkrankungen des Kieferknochens und der Schleimhaut
    • Bei mangelhaftem Speichelfluss (Xerostomie)
    • Bei Rauchern: Laut Statistik liegt die Rate des Misserfolgs einer Implantation bei Rauchern zwischen 3 bis 30 Prozent. Ein noch höheres Risiko besteht bei Eingriffen mit Sinuslift oder Knochenaufbau.

    Ist in Ihrem Fall ein Implantat sinnvoll? Dann besprechen Sie die folgenden Fragen ausführlich mit Ihrem behandelnden Facharzt.

    3. Betreibt der Zahnmediziner eine gründliche Diagnostik?

    Eine genaue Diagnostik ist entscheidend für den Erfolg der Therapie und mindert die Risiken des Eingriffs. Mit 3D Implantatplanung kann eine präzise Diagnose und Planung durchgeführt werden. Die Strahlenbelastung ist dabei gering. Die hohe Präzision einer 3D-Aufnahme erlaubt das virtuelle Setzen von Implantaten in einer Planungs-Software. So können die Position, Implantatgröße, Raumausnutzung und Achsneigung optimal bestimmt werden.

    Ihre Vorteile einer 3D-Implantatplanung:

    • Knochenaufbauten können durch exakte Achs- und Positionsplanung in vielen Fällen vermieden werden.
    • Sollte eine Augmentation (Knochenaufbau) dennoch notwendig sein, kann diese wesentlich präziser geplant werden, um sowohl Kosten als auch den Operationsaufwand zu verringern.
    • Das Risiko der Verletzung von Nachbarstrukturen (z.B. Unterkiefernerv, Kieferhöhle, Knochenperforationen) wird verringert und die Ausdehnung der Schnittführung minimiert.

    Für Sie bedeutet dies eine minimalinvasive, einfache, schnelle und komplikationslose Operation und somit eine angenehme Heilungsphase.

    4. Was versteht man unter Sofortimplantation?

    Bei einer Sofortimplantation kann ein Implantat, bei entsprechender Diagnose, sofort nach dem Entfernen des Zahnes/der Zähne gesetzt werden.

    Voraussetzungen:

    • eindeutige anatomisch-prothetische Position (i.d.R. einwurzeliger Zahn)
    • entzündungsfreies Zahnfach (Alveole)
    • keine wesentlichen Knochendefekte
    • fortgeschrittene implantologische Fähigkeiten des Behandlers

    Behandlungsablauf:

    • Untersuchung und Beratungsgespräch
    • ästhetische oder virtuelle Planung
    • Entfernung des Zahnes/der Zähne und Implantation bei geschlossener Heilung
    • Nach sechs Monaten Freilegung und Implantat-Versorgung mit Krone oder Prothese
    • Behandlungszeitraum ca. sechs Monate

    Vorteile:

    • verkürzte Behandlungsdauer
    • reduziertes Operationstrauma
    • reduzierter Behandlungsstress für den Patienten
    • Vorbeugung vor Knochenabbau (wird diskutiert)

    Nachteile:

    • erhöhtes Risiko des Implantatverlustes (Restentzündung?)
    • erschwertes Handling
    • Knochenaufbau durch geringes Weichgewebeangebot (zur Deckung) erschwert

    Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem behandelnden Arzt beraten, ob in Ihrem Fall eine Sofortimplantation in Frage kommt.

    5. Macht der Implantologe alternative Therapievorschläge?

    Auch wenn sich Ihr Zahnmediziner auf Implantate spezialisiert hat, sollte er Sie zusätzlich über andere, durchaus sinnvolle Zahnersatzoptionen aufklären. Fragen Sie auf jeden Fall stets nach Alternativen!

    6. Macht die Praxis einen modernen Eindruck?

    Gute Praxen achten auf eine moderne Ausstattung. Dies hat nichts mit Prestige zu tun. Je präziser die Diagnose und je risikoloser die Behandlung mit modernen Geräten erfolgen kann, desto größer ist auch Ihr Heilungserfolg. Verfügt Ihre Praxis über 3D Implantat Planung, digitales Röntgen, digitale Abdrucknahme, etc.? Bei Leading Implant Centers finden Sie sicher eine modern ausgestattete Praxis ganz in Ihrer Nähe.

    7. Ist die Praxis Prophylaxe orientiert?

    Was ist Prophylaxe?

    Prophylaxe ist die Vorbeugung und Verhütung von Zahn- und Zahnbetterkrankungen (Karies und Parodontose).

    Wie läuft die Prophylaxe ab?

    • Intensive Entfernung harter und weicher Beläge (mit einem Ultraschallgerät)
    • Sanfte Entfernung von Verfärbungen durch Kaffee, Tee etc. (mit dem Airflow)
    • Abschließende Hochglanzpolitur zur Glättung der Zähne
    • Imprägnierung und Versiegelung der Zahnoberflächen (Fluoridierung)
    • Beratung über richtige Zahnpflege für zu Hause

    Empfiehlt die Praxis regelmäßige Prophylaxe-Behandlungen im Abstand von 6 Monaten? Bei modernen Praxen ist dies selbstverständlich.

    8. Bietet der Implantologe eine Angstbehandlung?

    Erfahrene Implantologen nehmen Ihnen die verständliche Angst vor einem Eingriff. Wie sie das machen? Zunächst einmal, indem sie dafür sorgen, dass Sie sich bei ihnen wohl fühlen. Wie ist die Atmosphäre bei Ihrem Zahnmediziner? Herrscht hier ein persönliches, freundliches Ambiente, in dem Sie sich entspannen können?

    Das reicht Ihnen nicht, um die Angst vor einem Eingriff zu nehmen? Dann erkundigen Sie sich nach der Möglichkeit, die Behandlungen unter Analogsedierung (Dämmerschlaf) oder Narkose durchzuführen.

    Was ist eine Analogsedierung?

    Die Analogsedierung ist ein medikamentös indizierter, schlafähnlicher Zustand. Der Patient ist wach, jedoch durch die Medikamente ruhig und entspannt. Diese Methode eignet sich gut für kleinere Eingriffe oder bei Menschen, die Angst vor der Narkose haben.

    Was ist eine Vollnarkose?

    Bei einer Behandlung unter Vollnarkose "verschlafen" die Patienten den Eingriff. Es werden ein oder mehrere Narkosemittel verabreicht, die im zentralen Nervensystem wirken. Sie verlieren ihr Bewusstsein und der Zahnmediziner hat die nötige Ruhe, sich auf die notwendigen Arbeiten zu konzentrieren. Die Vollnarkose eignet sich für größere Eingriffe. Sie wird immer durch ein Anaesthesistenteam durchgeführt. Das ermöglicht eine konstante Überwachung des Blutdrucks, der Blutsättigung, des Pulses und weiterer Funktionen über die gesamte Eingriffs-Dauer.

    Aber: Die Narkose für Angstpatienten sollte nur in Ausnahmefällen angewandt werden.

    9. Werden die Kosten vor dem Eingriff klar beschrieben und Änderungen in der Therapie erklärt?

    Kosten und Versicherungsleistungen hängen sehr stark vom Einzelfall ab. Folgende Faktoren spielen hier unter Anderem eine wichtige Rolle:

    • Sind Sie privat oder gesetzlich versichert?
    • Haben Sie eine Zusatzversicherung abgeschlossen?
    • Können Sie ein lückenlos geführtes Bonusheft vorweisen?

    Viel hängt auch von Art und Umfang des vorgesehenen Eingriffs ab. Es ist daher besonders wichtig, dass Sie sich ausführlich von Ihrer Praxis beraten lassen. Vor Beginn einer Implantat-Therapie sollten Sie außerdem einen Behandlungs- und Kostenplan Ihres Implantologen bei Ihrer Versicherung einreichen. Dann wissen Sie sicher, womit Sie rechnen müssen.

    10. Was passiert, wenn es mal schief geht?

    Die Erfolgsrate der Implantate liegt bei 98 Prozent im Unterkiefer und ca. 96 Prozent im Oberkiefer. Der Erfolg einer Behandlung wird anhand folgender Kriterien gemessen:

    • Beschwerdefreiheit: Keine anhaltenden Schmerzen, Infektionen oder Taubheitsgefühl.
    • Geringer Knochenverlust im 1. Jahr in der Umgebung der künstlichen Zahnwurzel (< 0,2 mm).
    • Fester Sitz
    • Kein Spalt zwischen Implantat und umgebendem Kieferknochen.
    • Patientenzufriedenheit: Sie kommen gut mit Ihrem Implantat zurecht.

    Fazit

    Mit sorgfältiger Mund- und Zahnhygiene können Sie einen wichtigen Beitrag zum Erfolg Ihrer Behandlung leisten. Es kann jedoch vorkommen, dass trotz aller Sorgfalt Komplikationen auftreten. Klären Sie daher VOR der Behandlung ab, ob und in welchem Umfang Ihr Implantologe Gewährleistungsschutz anbietet. Ein kompetenter Zahnmediziner schließt die Möglichkeit von Komplikationen nie aus und bietet bereits im Vorfeld Lösungen an.

    Mit diesem Leitfaden haben Sie die 10 wichtigsten Grundsatzfragen, die Sie vor einem implantologischen Eingriff klären sollten, an der Hand. Jeder gute Zahnmediziner beantwortet Ihnen gerne alle weiteren Fragen, die Sie außerdem noch zum Thema Implantatbehandlung haben. Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Behandlungsverlauf und viel neue Lebensfreude mit Ihrem Implantat!

    Die Leading Implant Centers stehen für dentale Exzellenz auf höchstem Niveau – garantiert.